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Ein Staat wie die Bundesrepublik Deutschland rühmt sich seit seiner Entstehung im Jahre 1949, auf ein demokratisch legitimiertes Fundament gegründet zu sein. Ob Konrad Adenauer, Hans-Georg
Kiesinger, Hans Filbinger, Franz-Josef Strauß, Helmut Schmidt, Helmut Kohl, Hans-Dietrich Genscher oder Gerhard Schröder, Joschka Fischer, Angela Merkel u.v.a. Sie alle betonten oder betonen
dies bei jeder sich bietenden Gelegenheit oder zu besonderen Anlässen. Dabei müßten sie es besser wissen.
Die Bundesrepublik Deutschland gilt gemeinhin als ein demokratisch gebildeter, organisierter und regierter Staat - von Anfang an. Es gibt die Gewaltenteilung (Legislative, Judikative und
Exekutive), Parlamente, freie, geheime, gleiche und ... Wahlen, konkurrierende Parteien und Medien, Meinungsfreiheit und -vielfalt, eine Verfassung in denen die Menschenrechte als Grundrechte
verankert sind, der oberste Militärbefehlshaber ist ein Zivilist etc. Als Bürgerin und Bürger könnten alle zufrieden sein. Oberflächlich betrachtet ja. Schaue ich hinter die Kulissen, dann folgt
ein klares NEIN.
Zur Entstehung läßt sich folgendes in knappen Worten feststellen. Man mag sich darüber streiten, ob die monatelangen Vorbereitungen zur Gründung der Bundesrepublik Deutschland demokratisch
abliefen oder nicht. Aber an einer Tatsache kommt keiner vorbei. Nämlich an den Biographien der einzelnen Gründungsmitglieder und späteren Funktionsträger des neuen Staates. Viele von denen,
die in der neuen Bundesrepublik zu Amt und Würden kamen, haben entweder im Dritten Reich erst Karriere gemacht, beispielsweise der spätere Bundeskanzler Erhardt, oder sie bereiteten den
Nationalsozialisten mit ihrer Stimmabgabe am 5. März 1933 zugunsten des "Ermächtigungsgesetzes" erst den Weg zur Terrorherrschaft. Wer heute die Protokolle der damaligen, kurz vor der
Reichstagsabstimmung gehaltenen Reden der Fraktionsvorsitzenden vom (katholischen) Zentrum, der Bayerischen Volkspartei (BVP, später CSU) und anderen demokratischen Splitterparteien (mit Ausnahme
der SPD) liest, der bekommt das kalte Grausen. Auf der Anwesenheitsliste zur damaligen Reichtstagssitzung befinden sich zudem illustre Namen, die anschließend in der Geschichte der Bundesrepublik
Deutschland eine Rolle spielen sollten. Als also die Nationalsozialisten die Macht im Deutschen Reich endgültig übernommen hatten, wurde der Kölner Bürgermeister und Zentrumspolitiker Konrad
Adenauer seines Amtes enthoben. Statt sich wie einige andere "kleineren Leute" weiterhin politisch zu betätigen und somit auch das eigene Leben womöglich zu riskieren, zog er sich
selbstgefällig auf sein Anwesen zurück und begann Blumen zu züchten (!), während in den folgenden zwölf Jahren Millionen Menschen rings um ihn herum ermordet wurden. Die Disqualifikation
schlechthin. Was ist aus ihm geworden? Der erste Bundeskanzler! Erhardt wurde trotz seiner Karriere im Dritten Reich auch Bundeskanzler. Der Zweite! Der Dritte, ein gewisser Kurt-Georg
Kiesinger wurde auch Bundeskanzler, obwohl er im Göbbelschen Reichspropagandaministerium Karriere machen durfte. Hans Filbinger stürzte als baden-württembergischer Ministerpräsident erst
als bekannt wurde, daß er als Marinerichter im Dritten Reich noch kurz vor der bedingungslosen Kapitulation Matrosen zum Tode verurteilte. Die Urteile wurden zudem auch noch
vollstreckt. Diese vier Beispiele stellen lediglich die Spitze des nationalsozialistischen Eisbergs im Fahrwasser der Bundesrepublik Deutschland dar. Ihnen ließ sich eine Unmenge an Namen
von Personen hinzufügen, die im Dritten Reich Schuld auf sich geladen hatten und in der Bundesrepublik ihr Leben mehr oder weniger unbehelligt als Parlamentarier, Staatssekretäre, Botschafter,
Richter, Staatsanwälte, (Kriminal)Polizisten, Zöllner, Offiziere, Verwaltungsbeamte, Bahnbedienstete, Ärzte, Journalisten, Unternehmensführer, Manager usw. sorgenfrei weiterführen durften. Die
Zahl derer umfaßt etliche Millionen. Millionen, die aufgrund ihrer hervorgehobenen gesellschaftlichen oder beruflichen Stellung andere Menschen (nicht selten Untergebene) durch ihr
nationalsozialistischen Gedankengut beeinflußen konnten und noch können.
Wer kann angesichts dieser Tatsachen noch ernsthaft daran glauben, daß es sich bei der Bundesrepublik Deutschland um einen demokratisch organisierten und regierten Staat handelt? Ist es nicht
vielmehr ein Staat, in dem zwar keine Bücher öffentlich verbrannt werden, aber die Glut dieser natioalsozialistischen Hetzaktion schleichend weiterschwelen konnte und hie und da in der
Vergangenheit mal offen ausbrach. Heute stehen wir in Deutschland kurz davor, daß der Brand bald flächendeckend wieder lodert. Recht und Gesetz werden beinahe allerorten von den drei
Gewalten mißachtet. Öffentlich zur Schau gestellte Ignoranz und Arroganz trifft unschuldige, verzweifelte, verarmende Menschen, die zum Hohn auch noch Spott und Häme über sich ergehen lassen
müssen. Nicht selten werden sie mit Begriffen wie Schmarotzer, Asoziale und Abschaum in ihren Rechten verletzt und gedemütigt. Arbeitgeber verfolgen eine eiskalte Betriebspolitik. Dieser
Sozialrassismus und und die Gier erinnern mich augenscheinlich an die Zeit des Dritten Reiches. Von Jahr zu Jahr wird es schlimmer. Daher gebe ich der Bundesrepublik Deutschland maximal
noch fünf Jahre, bis auch dem allerletzten Depp klar geworden sein dürfte, auf welchem Weg wir uns seit mindestens neunundfünfzig Jahren befinden. Die nächste Bücherverbrennung steht an. Ganz
sicher. Ganz sicher in Deutschland.
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