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Auch eine Kuh beißt zu, wenn sie bedroht wird.
(unbekannt)
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Auch eine Kuh beißt zu, wenn sie bedroht wird.
(unbekannt)
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Unter Borussia Mönchengladbach gegen TSG Hoffenheim 4:5 (4:0) veröffentlichte ich kürzlich (Beitrag 52) ein paar Erkenntnisse meines Lebensgefährten. Ich war begeistert von dem, was er damals
sagte. Nicht zuletzt auch, weil er mit seinen Prognosen zu 75% richtig lag.
Jetzt ist er für eine Woche unterwegs und als Strohwitwe habe ich mir aus seiner Perspektive heraus allein die beiden Champions-League-Begegnungen FC Liverpool - Chelsea London und FC Barcelona -
Manchester City im TV angeschaut.
Der Gegentreffer in der vierten Nachspielminute ist schon ein Witz. Bei einem solch wichtigen Spiel leiste ich mir doch keinen Gegentreffer mehr. Punkt 1. Punkt 2: Dann auch noch als
Eigentor. Der Spieler Hyppiä war unbedrängt und köpft (!) den Ball fünf Zentimeter über der Grasnarbe in eigene Tor (?) Ich glaube, das war um ein Vielfaches schwieriger als den Ball einfach per
Fuß über das Tribünendach in den Nachthimmel, und zwar bis zum Schlußpfiff, zu jagen. Das hätte ich sogar noch hinbekommen. Ganz ehrlich. Hat mir mein Lebensgefährte am Telefon auch bestätigt.
Eine absolute Lachnummer. Für wie blöd halten die Macher die Fans und Zuschauer?
Ich habe keine Ahnung von Fußball. Das gebe ich offen zu und kokettiere nicht einmal mit dieser Erkenntnis. Doch ist es üblich, daß ein Spieler beim Elfmeter anläuft wie eine Primaballerina beim
Ballettanzen. Kein Wunder, daß er in Barcelona vorbeigeschossen hat. 3. Spielminute? Was für ein theatralisches Handspiel!
Und noch etwas möchte ich anmerken. Vielleicht ist das noch niemandem aufgefallen, aber wenn die Mannschaften vor den großen Vereinsfahnen und der Champions-League-Flagge nebeneinander
Aufstellung bezogen haben, die Musik ertönt, dann denke ich unwillkürlich an die Gladiatorenkämpfe im alten Römischen Reich. Die wurden zur Unterhaltung für Senatoren und römisches Volk
abgehalten. Die Kämpfer hatten keine eigene Entscheidungsgewalt, sie mußten sich den Anweisungen fügen. Der Sieger eines Zweikampfes durfte nicht einmal seinen wehrlos oder kampfunfähig gemachten
Kontrahenten ohne vorherige Zustimmung töten. Ging der Daumen runter, dann war es um den Verlierer geschehen.
Eine vergleichbare Atmosphäre nahm ich vorgestern abend vor diesem Spiel wahr, erst recht in der dritten Spielminute. Der Ball durfte gar nicht reingehen, sondern nur die Spannung
steigern. Genauso verhält es sich mit dem 1:1-Ausgleichstreffer von Liverpools Hyppiä. Spannung und nicht sportlicher Vergleich ist das entscheidende Kriterium. Schade, daß ein solcher Sport
systematisch kaputtgemacht wird.
Künstlich erzeugte Spannung benötigt zudem ein Drehbuch. Wer dieses Drehbuch schreibt, das konnte mir mein Lebensgefährte am Telefon auch nicht beantworten.
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China habe ich noch nie in meinem Leben besucht. Das wird bis dahin wahrscheinlich auch noch etwas dauern. Daher sind mir Chinesen fremd. Von den paar Kontakten, die ich hier in Europa hatte und
an zwei Händen abzählen kann, läßt sich auch nicht viel ableiten außer positive und negative oder gar keine Erfahrungen. Dennoch ist mir China nicht unbekannt. Ich habe ein Bild von diesem Land.
Schließlich läßt sich darüber einiges in Erfahrung bringen, sei es durch Lesen, Hören oder Fernsehschauen.
Die Chinesen sind ein sehr altes Kulturvolk, dessen wechselvolle Geschichte bereits mehr als 5000 Jahre zurückreicht. Sie waren bereits Hochkultur, da existierten die Griechen in geschichtlich
relevanter Form noch gar nicht. Diese Zeitspanne hat sie viel Wissen, viele Erfahrungen und viele Weisheiten ansammeln und lehren lassen. Man denke nur an Konfuzius oder Laot-ses Lehren.
An TCM, Akupunktur und Tai-Chi. Über die Jahrtausende verinnerlichte und gelebte Traditionen. Welch' starkes Vermächtnis.
Umso krasser erscheint mir der Gegensatz zur Gegenwart. Maos Kulturrevolution in den 60er Jahren ließ das Land in Blut ertrinken. Panzer überrollten 1989 friedliche studentische
Demonstranten. Die Nationale Volksarmee schoß wahllos in die Menge und richtete damals im Herzen Pekings ein Blutbad an. Flüsse erstrahlen zuweilen in bunten Farben, weil Chemikalien durch Unfall
oder vorsätzlich eingeleitet wurden. Tibet wurde vor mehr als 50 Jahren annektiert und seither chinesisiert. Kohlegruben befinden sich in einem maroden Zustand und führen regelmäßig zu
fahrlässigen Bergwerksunfällen. Die "abtrünnige" Insel Taiwan wird immer wieder bedroht. Hinzu kommen tagtägliche Bespitzelungen, Repressionen, Willkürmaßnahmen, Provokationen und nicht zuletzt
rohe Gewalt gegen alle, die nicht auf Linie sind.
Warum wiederholt ein solch altes Volk die Fehler, die anderswo schon längst gemacht wurden und sich als unwirksam, geradezu kontraproduktiv erwiesen haben. Warum besinnen sich die Chinesen
nicht auf ihre positiven Traditionen? Mit 5000 Jahren Kulturgeschichte im Rücken sollten Fehler dieser Art vermeidbar sein, nicht wahr? Erhabenheit über die kleingeistigen Motive wären zudem
angebrachter. Oder ist dieses Vermächtnis gar nicht so stark wie ich glaube? Spielen fünf Jahrtausende keine Rolle bei der Beantwortung heutiger Fragen, bei der Entstehung von Motiven etc.
Und jetzt!?
Jetzt schickten die Chinesen bzw. ihre kommunistisch-sozialistisch-marktwirtschaftlich orientierte Regierung einen Frachter los, bis unter die Dachluken beladen mit Waffen und Munition,
adressiert an das totalitäre zimbabwsche Regime Robert Mugabes! Ich gebe zu: Ich verstehe es nicht. Es liegt wohl daran, daß ich nur ein paar Chinesen getroffen habe. In
Europa.
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Es ist gleißend hell. Die Sonne brennt. Der Schatten bietet nur wenig Abkühlung. Überdies sehen die drei Männer nichts als Sand. Sand soweit das Auge reicht. Den nicht allzu sehr Abkühlung
bringenden Schatten bietet das Flugzeug der drei Männer. Abgestürzt, muß festgestellt werden. Abgestürzt in einer Wüste, weitab von jeder menschlichen Besiedlung. Bei mehr als 40° C im Schatten.
Vor zwei Tagen abgestürzt. Das Wasser ist aufgebraucht. Die maßgeschneiderten Buisness-Anzüge der Herren sehen bereits arg ramponiert aus. Die Gesichtszüge von Hunt, Hänkel und Tumann sind
schlaff. Wenn nicht bald Hilfe eintrifft, dann werden in ein paar Tagen unweigerlich die Geier das zähe Fleisch bis auf die Knochen abreißen.
Plötzlich ist aus der Ferne ein Klingeln zu vernehmen, ein Klingeln wie von einem Eiswagen. Eiswagen? In der Wüste? Das kann nicht sein. Halluzinationen. Ganz gewiß! Aber das Klingeln wird
lauter. Jetzt sind auch die scharfen Umrisse eines ... Eis ..., in der Tat eines Eiswagens zu erkennen. Also doch keine Einbildung. In den drei Managern macht sich sowas wie Leben
breit. Aber zum Aufstehen sind sie zu schwach.
Jetzt kommt der Eiswagen vor ihnen zum Stehen. Der Eismann, oder ist es eine Eisfrau, fragt es mit freundlicher Stimme nach ihren Wünschen. Wasser! erschallt es wie aus einem Mund. Damit
könne es nicht dienen, aber es hätte Eis in allen Farben und Geschmacksrichtungen anzubieten. Die Herren wollen nicht. Sie schreien nochmals nach Wasser. Es hat kein Wasser zu verkaufen. Aber es
hat ein Herz. So holt es aus einer Kühltruhe eine halbvolle Wasserflasche und reicht sie den Herren. Dann fährt es ab.
Zwei Monate später steht Herr Hunt wieder auf einem Podest und hält vor hundert gleichgesinnten BWL-Rassisten eine Rede gegen die drohende Resozialisierung deutscher Wirtschaftspolitik. Applaus
brandet nach jeder Pause auf. Allerdings von Tumann und Hänkel hört und sieht niemand mehr etwas.
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Die Machwerker können es einfach nicht lassen. Sie müssen lügen. Immerzu lügen. Sogar bei Werbung in eigener Sache können sie es nicht lassen. Ist Ihnen im öffentlichen Straßenbild auch die
Werbekampagne aufgefallen? Da reicht eine nackte Eva einem nackten Adam den verführerischen roten Apfel, gepflückt vom Baum der Erkenntnis. Natürlich darf auf dem Bild die "böse, verführende"
Schlange nicht fehlen. NICHT ESSEN! steht in großen weißen Lettern darüber geschrieben. Ja, was will sie denn? So steht es doch in der Bibel. Nein, so steht es eben nicht in der Bibel. Aber wieso
denn das? Nun, schauen Sie mal genauer hin. Zwar bin ich weit davon entfernt, mich als bibelfest zu bezeichnen, aber seit wann steht in der Bibel, daß Eva den Apfel mit Feigenblatt vor ihrer
Scham pflückt? Sogar Adam trägt ein Feigenblatt vor seiner Scham. Dabei hat dieser noch nicht einmal den Apfel angefaßt. Sündenfall? Nein. Also, LÜGE, und Lügen (können) töten! Das haben die
Machwerker schon bewiesen: anno 68!
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Was sehe ich, wenn ich um mich herum blicke? Verfall, Agonie, das Recht des Stärkeren und Gewalt, aber auch Gleichgültigkeit. Oder ist es womöglich Resignation? Können wir noch etwas lernen? Und
was? Von wem? Wer bietet die Aussicht auf eine bessere Welt ohne Hunger, Krieg und Schreckensherrschaften?
Parteien und Politiker? Nein, die bestimmt nicht.
Staaten? Ich denke nicht. Die Vereinigten Staaten haben komplett abgewirtschaftet, erst moralisch, dann militärisch und jetzt ökonomisch. Diesem Land stehe ich allerhöchstens noch fünfzig Jahre
Siechtum zu. Das war es dann auch.
Europa? Alt oder neu? Nein, keine Chance.
Die Chinesen vielleicht? Menschen mit Panzern überrollen, sie in Arbeits- und Umerziehungslager verschleppen, sie durch Todesurteile eliminieren, Meinungen unterdrücken, Parolen und
Drohungen ausstoßen - das hat die Welt schon lange vorher durch die Europäer erlebt.
Dann die Rückbesinnung auf religiöse Werte? Bloß das nicht. Dogmatismus wäre der völlig falsche Weg.
Wer verheißt uns eine glücklichere Zukunft?
Der Dalai Lama? Der ist zwar friedlich, aber weltfremd, so scheint mir. Womöglich ist er selbst seiner Zeit um zweitausend Jahre voraus. Also wer? Ich denke, nur wir selbst. Durch Nachdenken,
Mitfühlen, Bescheidenheit, Zivilcourage und Entschlossenheit. Friedlich, aber nicht wehrlos. Schließlich wehrt sich jedes Lebewesen, wenn es angegriffen wird. Sogar ein zahnloser Fisch beißt in
solchen Fällen zu. Wehren sollten wir Menschen uns auch. Friedlich, aber konsequent!
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Neulich begegnete ich am Flughafen Berlin-Tegel vier jungen Leuten, einem Mann und drei Frauen, die alle ein vielfarbiges T-Shirt trugen, auf dem stand in fünf Zeilen geschrieben: Na
und! Bin ich halt ein Müllgammler. Was bist Du? Waffenhändler? Geldwäscher? Menschenschleuser?
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Weiße Kragen
An den Fensterscheiben zog draußen die Finsternis vorbei. Hier und da erschien das bleiche nebelgestreute Licht einer Straßenlaterne. Es war schon Juni, aber noch erstaunlich frisch.
Endlich näherte sich der Linienbus seiner Endhaltestelle. Drinnen standen gerade vier Leute auf. Ein smart gekleideter Geschäftsmann, so um die vierzig und einem schicken Ring
zufolge verheiratet, der sich mit zwei älteren Frauen zuvor leise unterhalten hatte und eine Teenagerin. Auf der letzten Bank saß noch ein Mann mit strubbeligem Haar und einer offenen
Bierflasche in der Hand. Er verließ als letzter den Bus.
Das Mädchen befand sich auf dem Heimweg als es von hinten plötzlich die Gefahr wahrnahm. Doch bevor sie sich umdrehen und reagieren konnte, erhielt sie einen brutalen Schubser von hinten. Sie
stürzte auf den Bürgersteig. Es tat weh. Ihre Augen verschwammen vor Schmerzen. Jemand packte sie kräftig am Kragen ihrer Jacke und zehrte sie ins Gebüsch. Aber sie war nicht imstande zu schreien
oder sich zu wehren. Starr vor Angst. Sie spürte nur die stumme Entschlossenheit, mit der der Unbekannte vorging. Ein Reißverschluß öffnete sich hörbar, dann wurde ihr die Jeans abgestreift. Ihr
Slip fortgerissen. Die Beine gespreizt. Am Po war es jetzt kalt und naß zugleich. Sie fröstelte. Der Unbekannte kniete nieder, zwischen ihren Beinen rückte er immer näher bis er auf ihr lag.
Zunächst blieb ihr die Luft blieb weg. Sie drohte das Bewußtsein gänzlich zu verlieren. Doch dann fühlte sie etwas Hartes, das unten in sie eindringen wollte. Der Versuch allein tat
schon weh. Nur noch einen Moment, und sie hätte ihre Würde vollständig verloren.
Während sie darauf wartete, daß sich Kälte in ihrem Körper breitmachte, hörte sie noch das Wort Dreckskerl und gleich darauf wurde eine Glasflasche zertrümmert. Dort, wo sie den Kopf des
Vergewaltigers vermutete, zersprang die Flasche. Wie ein naßer Sack kippte der schlanke Körper zur Seite weg, direkt neben sie. Jetzt erkannte sie einen weißen Hemdkragen, eine Krawatte, den
Ärmel eines dunkelgrauen Mantels, eine feingliedrige Hand, dessen Ringfinger ein Ring trug. Noch etwas nahm sie wahr: Alkohol. Von irgendwoher drang Alkoholdunst zu ihr. Dann brach sie
zusammen.
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