Dienstag, 15. januar 2008

13

In Deutschland existiert ein besonderes Phänomen. Die Angelsachsen bezeichnen dies als "german angst". Die Bedeutung ist so spezifisch, daß sie also dafür keine entsprechende Bezeichnung in ihrer Sprache gefunden haben. Das ist sehr bemerkenswert. Was aber erfaßt nun "german angst"?

Ängste gibt es derer viele. Es gibt die Angst vor zu engen Räumen, Höhen, Tieren aller Art, Geschwindigkeit, Tiefenangst etc. Alles sehr konkrete Ängste (Phobien), vor denen sich aber auch Einzelpersonen anderer Nationalitäten fürchten. Das dürfte also unter "german angst" nicht verstanden sein. Dann gibt es Ängste, die durch Leistungsansprüche verursacht werden, z.B. Prüfungsangst. Prüfungen gibt es weltweit, und die Angst zu versagen daher auch. Das ergibt also auch kein Unterscheidungsmerkmal. Wenn wir dagegen zu dem Bereich soziale Ängste vorstoßen, dann kommen wir der Sache schon näher. Im Zusammenhang mit Fremden tun sich die Deutschen mehrheitlich sehr schwer. Schwerer als es bei Einwohnern anderer Länder zu beobachten ist. Alles was unbekannt ist, deutlich vom Aussehen oder den eigenen Sitten abweicht, wird grundsätzlich abgelehnt. Doch das allein kann noch keine Angst begründen.

Vielleicht hilft zur Klärung der oben angeführten Frage der Blick auf zwei wichtige Faktoren. Zum einen wäre da die geographische Lage zu berücksichtigen. Der ursprüngliche Siedlungsraum der deutschen Vorfahren, nämlich der Germanen, in Europa weicht nicht wesentlich von der heutigen Lage ab. Zentraleuropa! Zum anderen sei die Historie erwähnt. In den ersten Jahrzehnten nach Christus sorgten die Römer für Unfrieden, bis sie in der berühmten Varusschlacht vernichtend geschlagen wurden. Danach herrschte in bezug auf potentielle Angreifer relative Ruhe. So verstanden es die Germanen frühzeitig, ihr neues Siedlungsgebiet im Herzen Europas zu sichern und v.a. gen Osten auszuweiten - zum Teil auf sehr brutale und rücksichtslose Weise (z.B. gegen die Slawen). Jahrhundertelang gab es diesbezüglich keine Rückschnitte. Die aufkommende Gefahr seitens der Moslems wurde bereits im zentralen Frankreich gebannt. Zur Jahrtausendwende waren es dann die Ungarn, die das mittlerweile östliche Reichsgebiet bedrohten, aber zurückgeschlagen werden konnten. In der Folgezeit gab es hin und wieder Durchzüge von kleineren Heerscharen, was mit der Machtverteilung im Heiligen Römischen Reich deutscher Nationen zu tun hatte. Der französische Sonnenkönig zog mit seinen Truppen über mehrere Jahre durch das Reichsgebiet bis nach Mainz. Abgesehen davon blieb das deutsche Reichsgebiet bis zum Dreißigjährigen Krieg (1618 - 1648) weitgehend unverletzt. Doch jene drei Jahrzehnte veränderten die Welt der "Deutschen" erheblich. Dreißig Jahre lang zogen Söldnerheere kreuz und quer durch Deutschland und verwüsteten Dörfer und Städte. Spanier, Italiener, Franzosen, Bayern, Holländer, Tschechen, Böhmen, Polen, Habsburger, Schweden etc. waren überall im Reichsgebiet unterwegs. Manche Landschaften wurden infolge von Kampfhandlungen und Plünderungen geradezu entvölkert. In den folgenden Jahrhunderten gab es immer wieder Heeresbewegungen anderer Nationen innerhalb Deutschlands. Zwischen 1803 und 1815 sorgten die Franzosen und ihre Verbündeten unter ihrem Kaiser Napoleon Bonaparte für die erste echte Besatzungszeit. In dieser Periode war das Erscheinen und Durchziehen fremder Heere fast schon alltäglich. Österreicher, Ungarn, Franzosen, Russen, Briten, Spanier, Italiener, Holländer etc. waren entweder Freund oder Feind. Bis 1918 erlebten die Deutschen dann keinen Durchzug fremder Heere mehr. Erst ab 1918 besetzten Franzosen, Briten, Belgier und Polen punktuell deutsches Reichsgebiet (infolge des verlorenen ersten Weltkriegs). Ab 1945 wiederholte sich das flächendeckend durch kanadische, australische, französische, britische, amerikanische, russische etc. Armeeinheiten. Ungeachtet der eigenen aggressiven Vorgehensweise und Expansionsbestrebungen haben die Deutschen Fremde im eigenen Land und in einer Gruppenstärke von mehr als zehn Menschen als potentielle Bedrohung erfahren. Offenbar haben sich diese historischen Ereignisse ins kollektive Unterbewußtsein quasi eingebrannt, Vorurteile verursacht, und einen Zustand herbeigeführt, der ungeachtet einer konkreten Bedrohung an Lebewesen denken läßt, die unter einem Joch leben. Die allgemeine Lebenskraft bleibt dabei individuell unterschiedlich latent geschwächt. Das bezieht sich nicht nur auf fremde Menschen, sondern auch im übertragenen Sinne auf alles Fremde oder besser: Neue (Ideen, Sitten, Geisteshaltungen etc.). Meiner Auffassung nach erklärt dieser Ansatz sehr eindrücklich den Begriff "german angst".

Die aber weitaus interessantere Frage lautet in diesem Zusammenhang hingegen: Wie antworten die Deutschen auf "german angst"? Nach meinen langjährigen Beobachtungen und Erfahrungen kann ich sagen, sie reagieren mehrheitlich mit mehr oder weniger strikter Ablehnung, insbesondere was fremde Menschen oder Ideen betrifft. Das in wenigen Jahrzehnten aufgebaute Obrigkeitsdenken (historisch gewurzelt zwischen 1795 und 1848) trägt zu einer weiteren Besonderheit der Deutschen bei. Solange sie sich nämlich ihrer Mehrheit nicht sicher sind, solange schweigen sie und äußern ihre Meinung eher vorsichtig umschrieben oder hinter vorgehaltener Hand. Doch wehe, wenn sie sich ihrer zahlenmäßigen Stärke bewußt sind bzw. werden. Dann ist kein Halten mehr! Aufgestaute Ressentiments entladen sich urplötzlich. Die sich dann in Bewegung setzende Masse beißt dann nach allen Seiten und treibt fanatisch ihrem Ende zu. Auch hierfür gibt es eine historische Begebenheit: 1933 - 1945.

Leider läßt diese "german angst" für die Zukunft nichts Gutes erahnen. Meiner Ansicht nach sind wir gerade in der Übergangsphase, in der die "Erkenntnis" wächst, man sei in der Mehrheit.

Dabei wäre es wünschenswert, seitens der Deutschen dieser "german angst" und dem Obrigkeitsdenken aktiv zu begegnen. Deutschland braucht dringend eine lebhafte Diskussion und ernsthafte wie ehrliche Auseinandersetzung mit diesen beiden tiefwurzelnden Erblasten. Zum eigenen Wohl, aber auch zum Wohle der Nachbarn. Unbedingt!  

von Beate veröffentlicht in: Prosatexte Sachthemen Community: Kultur-Schock
Kommentar hinzufügen Kommentare (1)    empfehlen
Samstag, 12. januar 2008

12

Was mich stets in Erstaunen versetzt angesichts der Vielzahl von Politik- und Geschichtswissenschaftlern sowie anderen Akademikern innerhalb der Kreise politischer Entscheidungsträger, Medienleuten, Militär, Polizei, Justiz und Lobbyisten, ist die Tatsache, daß sie nicht gewillt sind, aus der Vergangenheit zu lernen. Seit Jahren ist eine zunehmende Abgrenzung der führenden Industrienationen zum Rest der Welt zu beobachten; die USA errichten einen elektronisch hochgerüsteten Grenzzaun zu ihrem Nachbarland Mexiko und die EU-Europäer überwachen mit einem riesigen logistischen und technischen Aufwand (Marine, Luftwaffe, Küstenwache etc.) die Gewässer entlang der nordafrikanischen Küstenlinie und verfügen ihrerseits über vergleichbare Grenzzäune in Nordafrika und entlang der EU-(Süd)Ostgrenzen.

Mit jedem Tag werden bestehende Lücken in jenen Systemen geschlossen; das Überwinden der Grenzen wird für die Flüchtlinge zu einem riskanten Unternehmen für das eigene Leben. Es sei hier an die vielen Todesfälle erinnert durch Verdursten (lassen), Ertrinken (lassen), Verhungern (lassen), Erschlagen und Erschießen. Die zahlreich begangenen Menschenrechtsverletzungen sollen an dieser Stelle allerdings nicht weiter thematisiert werden.

Vielmehr sei der Fokus auf die Menschheitsgeschichte gerichtet. Sie bietet anhand von ausgewählten Beispielen, die den weiter oben erwähnten Personenkreisen bekannt sind, die anschauliche Erkenntnis, daß jede wie auch immer geartete Abgrenzung zum Scheitern verurteilt ist. Der RÖMISCHE LIMES wurde zum Schutze vor den germanischen Stämmen errichtet und nach und nach ausgebaut und schrittweise mehr befestigt. Und? Half es was? Nein! Die Germanen überrannten den Limes in der Folgezeit mehrmals, plünderten die Städte des Römischen Reiches und sorgten damit für den Untergang desselben. Die GROSSE CHINESISCHE MAUER wurde Jahrhunderte später zum Schutze vor den mongolischen Reitervölkern erbaut - geholfen hat auch sie nicht. China wurde trotzdem über Generationen hinweg von Mongolen regiert oder war tributpflichtig und erlebte selbst nach dieser Epoche ausgewachsene Krisenzeiten. Was passierte 1989 mit der INNERDEUTSCHEN MAUER? Sie fegte wochenlange friedliche Massendemonstrationen der DDR-Bürger hinweg. Alle drei Mauern degenerierten zu Geschichte mit anschließenden radikalen Umwälzungen für alle dort lebenden Menschen.

Abgrenzungen dieser Art mögen unbestritten eine kurz-, vielleicht mittelfristig funktionierende Maßnahme sein. Solange der Druck von außen v.a. nicht sprunghaft zunimmt, d.h. die äußeren Verhältnisse (Politik, Wirtschaft, Demographie) mehr oder weniger stabil bleiben - also keine zusätzlichen Bewegungen verursacht werden -, haben derartige Grenzanlagen nichts zu befürchten. Das gilt für die drei angeführten historischen Beispiele genauso wie für die heutigen Grenzanlagen. Nur in einem Aspekt unterscheiden sie sich voneinander. Die Zeitdauer von der Errichtung bis zum Zeitpunkt der Einbuße verkürzte sich. Hielt der Limes über mehrere Jahrhunderte dem Druck stand, verkürzte sich schon bei der Chinesischen Mauer dieser Zeitraum, ganz zu schweigen von den 28 Jahren (!) der innerdeutschen Mauer.
 
Was wird also wohl werden aus den neuzeitlichen Grenzanlagen in Israel, den USA und Europa? Wie lange werden sie halten? Weniger als 28 Jahre? In einem bin ich mir absolut sicher. Sie werden nicht fallen unter einem stetig wachsenden Druck, sondern die kritische Obergrenze wird plötzlich erreicht sein wie z.B. durch Völkerwanderungen. Weil wir alle in einer menschlichen Welt leben, die überall vor großen Verwerfungen steht. Bewegungen, die hierdurch verursacht werden, lassen sich nicht mehr aufhalten - auch nicht durch festungsgleiche Grenzanlagen.

von Beate veröffentlicht in: Prosatexte Sachthemen Community: Mehr menschlichkeit
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Mittwoch, 9. januar 2008

11

Grundsätzlich ist der Mensch ein konstruktives Lebewesen; jedoch wird er in vielen Fällen bereits frühzeitig negativ beeinflußt. Noch bevor der Säugling das Licht der Erde erblickt, beginnt bereits im Mutterleib dessen Deformierung. So spürt ein Fötus geradezu instinktiv, ob er erwünscht oder abgelehnt ist. Beispielsweise macht es für ihn einen gewaltigen Unterschied, ob und wie mit "ihm" (regelmäßig, sanft) gesprochen wird, ob er "gestreichelt" (Bauchdruckmassage) wird, ob er Rythmen erfährt. Säuglinge, die in jener Hinsicht im Mutterleib keine bzw. verstörende Erfahrungen gemacht haben, sind unausgeglichener und neigen in der Folge eher zu extremen Verhaltensweisen, ganz zu schweigen von den schädlichen Einflüssen durch indirekten Alkohol- und Nikotinkonsum. Wenn sich dann solche Wahrnehmungen bzw. Einflüsse auch noch nach der Geburt fortsetzen, dann verfestigen sich erste emotionale, geistige und/ oder körperliche Störungen. Das Urvertrauen schwindet, die Kommunikationsfähigkeit leidet, das Selbstvertrauen wird geschwächt. Kurzum, die gesamte Entwicklung gerät ins Stocken bzw. verläßt den natürlich vorgegebenen Pfad, wenn ein Kind wenig oder gar nicht beachtet wird, es Ausgrenzung, Zurückweisung oder Gewalt erlebt, ihm keine altersgerechte Verantwortung übertragen wird, es keine Grenzen kennenlernt, Heuchelei wahrnimmt usw. Ein solches Kind ist besonders geeignet als Opfer, also anfällig für spätere Abhängigkeiten, sexuellen Mißbrauch, Gewalt, Ideologisierung. Aber auch als Täter. Hinzu kommen die langjährigen Erfahrungen mit den Erwachsenen, die lügen, betrügen, Versprechen brechen, über Leichen gehen. Am Ende bleibt bei diesen Kindern nicht viel übrig von den einstigen Idealen eines jungen Menschen: z.B. Tiere retten, bei der Wahrheit bleiben, Menschen achten und für sie spenden, eine Welt ohne Waffen schaffen! Stattdessen grins(t)en uns in den vergangenen einhundertzwanzig Jahren Leute wie Edmund Stoiber, General Franco, Adolf Hitler, Pol Pot, Walter Ulbricht, George W. Bush, Idi Amin, Vladimir Putin, Gerhard Schröder, Franz-Josef Strauss, Stalin, Dieter Hundt, Silvio Berlusconi, Josef Ackermann, Slobodan Milosevic, General Franco, ... Filbinger, Roland Koch u.v.a. unverhohlen frech ins Gesicht. Alles Erwachsene, die dringend einer umfangreichen Hilfe bedurft hätten bzw. bedürfen.

Zukunftsgestaltung: Es liegt also ausschließlich in der Macht der Erwachsenen, vom ersten Tag eines neuen Lebens weg, dieses sich positiv entwickeln zu lassen. Denn ein gewisses Minimum an Verstand und Herz können jede (Groß)Mutter und jeder (Groß)Vater aufbringen, ungeachtet der eigenen erlittenen Störung(en).

von ein Zaungast veröffentlicht in: Prosatexte Sachthemen Community: Kultur-Schock
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Mittwoch, 9. januar 2008

10

Leider sorgen die Interessen einzelner, die große Politik sowie kriminelle Organisationen seit jeher für destabilisierende Ereignisse. Erst kürzlich starben in Pakistan und in Sri Lanka einflußreiche Personen. So werden vermutlich nachfolgend erwähnte Personen innerhalb der nächsten fünf Jahre ebenfalls Opfer eines gezielten Mordanschlags:

Rang

Personenname

Funktion

Wahrscheinlichkeit in % / Datum des ersten Eintrags

1  

Pervez Musharraf

pakistanischer Präsident

95 % / 09.01.2008

2  

Hamid Karzai

afghanischer Präsident

90 % / 09.01.2008

3 (4)  

Barack Obama

US-demokratischer Präsidentschaftskandidat

85 % / 01.02.2008

4 (3)  

Vladimir Putin

russischer Präsident

80 % / 09.01.2008

5  

George W. Bush

US-Präsident

75 % / 09.01.2008

6  

Asif Ali Zardari

Vizechef der pakistanischen PPP (Bhutto-Partei)

65 % / 09.01.2008

7  

Rajapakse (Bruder)

Verteidigungsminister Sri Lankas

63 % / 17.01.2008

8  

 

 

 

9 (7)  

Joseph Kabila

kongolesischer Präsident 

60 % / 09.01.2008

10 (8)  

Evo Morales

bolivianischer Präsident 

55 % / 09.01.2008

11  

 

 

 

12  

Aljaksandr Lukaschenka

weißrussischer Präsident

45 % / 09.01.2008

13  

 

 

 

14  

 

 

 

15  

 

 

 

16  

 

 

 

17  

Hillary R. Clinton

US-demokratische Präsidentschaftskandidatin 

20 % / 11.01.2008

18  

 

 

 

19  

Julia Timoschenko

ukrainische Ministerpräsidentin

15 % / 21.01.2008

20  

 

 

 

21  

 

 

 

22  

 

 

 

23  

 

 

 

24  

Roland Koch

hessischer Ministerpräsident

2,5 % / 09.01.2008


Diese Liste wird laufend ergänzt und aktualisiert!

Datum der letzten Veränderung: 01.02.2008

von ein Zaungast veröffentlicht in: Prosatexte Sachthemen Community: Mehr menschlichkeit
Kommentar hinzufügen Kommentare (1)    empfehlen
Dienstag, 8. januar 2008

9

Die Erde gehört allen irdischen Lebewesen; sie allein ernährt alles Leben. Daher hat jeder Mensch allein Kraft seiner bloßen Existenz einen natürlichen Anspruch auf eine garantiert ausreichend große Fläche Land, um sich ernähren, kleiden und wohnen zu können - wo immer er sich aufhalten mag. Die Größe dieser Fläche ist abhängig von der Klimazone und Fruchtbarkeit des Bodens.

von ein Zaungast veröffentlicht in: Prosatexte Sachthemen Community: Visionen
Kommentar hinzufügen Kommentare (2)    empfehlen
Dienstag, 8. januar 2008

8

Staaten sind auf Dauer unregierbar, wenn sie entweder mehr als zehntausend Einwohner zählen oder ihre Fläche größer ist als die des Großherzogtums Luxemburg. In beiden Fällen führen wachsende Anonymität und zuviele verschiedene, gegeneinander widerstrebende Einzelinteressen zu undurchsichtigen Entscheidungen, faulen Kompromissen, Ungerechtigkeiten und letztendlich zur Unvereinbarkeit eines harmonischen und allseits gedeihlichen Zusammenlebens. Eine derartige Entwicklung erleben wir verstärkt seit dem Niedergang der Sowjetunion zu Beginn der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts in Staaten wie der Tschechoslowakei, Jugoslawien, Kolumbien, Somalia, Mauretanien, Serbien, Kenia, Afghanistan, Nigeria, Elfenbeinküste, Tschad, Pakistan, Uganda, Spanien, Bolivien, Belgien, Italien ... (auch Bayern beginnt sich schon abzuseilen), und sie bedeutet hoffentlich noch nicht das Ende der Kleinteiligkeit. Ein friedfertiger Übergang wäre diesbezüglich allerdings mehr als wünschenswert.

von ein Zaungast veröffentlicht in: Prosatexte Sachthemen Community: Visionen
Kommentar hinzufügen Kommentare (2)    empfehlen
Dienstag, 8. januar 2008

7

Es gibt in Deutschland ein vielbetrachtetes Tageblatt, das sich inhaltlich kaum vom nationalsozialistischen "Völkischen Beobachter" unterscheidet. Unseriöse bis unwahre Berichterstattung, Fremden-, Gewerkschafts-, Arbeitnehmerfeindlichkeit, Vulgärsprache, Ausgrenzung, Verdummung, Stimmungsmache gegen unliebsame Einzelpersonen, Randgruppen und Minderheiten, ... sind Aspekte, die auffälligerweise deckungsgleich sind mit dem einstigen Hetzblatt.

von ein Zaungast veröffentlicht in: Prosatexte Sachthemen Community: Mehr menschlichkeit
Kommentar hinzufügen Kommentare (1)    empfehlen
Dienstag, 8. januar 2008

6

Die deutsche Wirtschaft fordert, fordert und fordert... Kaum sind ihre Forderungen erfüllt, folgen neue, weitergehende Forderungen. Daraus läßt sich nur schließen: Wonach sehnt sich insgeheim die deutsche Wirtschaft gerne zurück?

Ja, natürlich nach den paradiesischen Zuständen der nationalsozialistischen Zeit. Schließlich können Arbeitskräfte nicht billiger entlohnt werden als lediglich mit Wasser und Suppe.

von ein Zaungast veröffentlicht in: Prosatexte Sachthemen Community: Mehr menschlichkeit
Kommentar hinzufügen Kommentare (2)    empfehlen
Dienstag, 8. januar 2008

5

Materieller Reichtum läßt sich praktisch niemals redlich erwerben. Auch nicht durch Erbschaft. Denn ihm liegen stets eine oder mehrere kriminelle Aktionen wie Betrug, Urkundenfälschung, Erpressung, Raub, Mord, ... aus der Vergangenheit zugrunde.

Eine solche Erkenntnis zwingt geradezu zu folgenden Fragen: Wieviel kostbarer Schmuck, Gold- und Silberbarren, Zahngold, Haushaltswaren aus Silber, Gold etc., Teppiche, Wertpapiere, Geld und sonstige Vermögenswerte, die von den Deutschen während des Dritten Reiches den Juden, Sinti und Roma, "Asozialen", geistig und körperlich Behinderten, Kommunisten und Sozialdemokraten etc. abgepreßt, gestohlen und geraubt wurden, lagern noch heute in privaten und Bankschließfächern.

V.a. wieviele Deutsche haben mit der Verwertung von solchen Vermögensgegenständen von der Nachkriegszeit bis heute ihre Ladengeschäfte oder persönlichen Karrieren finanziert? Wieviele?

 

TechnoratiProfile
von ein Zaungast veröffentlicht in: Prosatexte Sachthemen Community: Kultur-Schock
Kommentar hinzufügen Kommentare (2)    empfehlen
Dienstag, 8. januar 2008

4

Wer redlich arbeitet, hat Anspruch auf eine faire, leistungsgerechte Entlohnung. Womit sind daher Leih- und Zeitarbeitsunternehmen zu vergleichen? ... Genau, mit der Mafia. Diese will vollkommen unberechtigt und ohne Gegenleistung an ehrlichen Arbeitsleistungen mitverdienen und stopft sich damit ihre Taschen voll mit Geld, das ihr nicht zusteht.

von ein Zaungast veröffentlicht in: Prosatexte Sachthemen Community: Kultur-Schock
Kommentar hinzufügen Kommentare (3)    empfehlen

über diesen Blog

  • : 7.01.2008
  • : von Beate
  • : Dieser Blog enthält meine freigeistigen Meinungen zu allen gesellschaftlichen und poli-tischen Themenbereichen unserer Zeit.
  • Zurück zur Startseite

Profil

  • : ein Zaungast
  • : weiblich
  • : 1.01.1960
  • : Nordrhein-Westfalen
  • : gehöre nicht dazu, aber bin doch Teil von ihnen

Empfehlen

Klicken Sie hier, um diesen Blog weiterzuempfehlen.

Links zu Blogverzeichnissen

Erstellen Sie einen Blog auf de.over-blog.com - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden