Wer die Vergangenheit nicht kennt, der versteht die Gegenwart nicht und wird die Zukunft nicht gestalten. (unbekannt)
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EuropäischesAntiApartheidKomittee
gegen
Privatisierungswahn
Rassismus
Mißbrauch des Gewaltmonopols
Apartheid
organisierte Kriminalität
Staatsterrorismus
u.v.m.
Wir gehen (notfalls) neue Wege!
z.B. Artikel 20, Absatz 4 Grundgesetz
Demnächst hier!
EAAK
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Auch eine Kuh beißt zu, wenn sie bedroht wird.
(unbekannt)
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Unter Borussia Mönchengladbach gegen TSG Hoffenheim 4:5 (4:0) veröffentlichte ich kürzlich (Beitrag 52) ein paar Erkenntnisse meines Lebensgefährten. Ich war begeistert von dem, was er damals
sagte. Nicht zuletzt auch, weil er mit seinen Prognosen zu 75% richtig lag.
Jetzt ist er für eine Woche unterwegs und als Strohwitwe habe ich mir aus seiner Perspektive heraus allein die beiden Champions-League-Begegnungen FC Liverpool - Chelsea London und FC Barcelona -
Manchester City im TV angeschaut.
Der Gegentreffer in der vierten Nachspielminute ist schon ein Witz. Bei einem solch wichtigen Spiel leiste ich mir doch keinen Gegentreffer mehr. Punkt 1. Punkt 2: Dann auch noch als
Eigentor. Der Spieler Hyppiä war unbedrängt und köpft (!) den Ball fünf Zentimeter über der Grasnarbe in eigene Tor (?) Ich glaube, das war um ein Vielfaches schwieriger als den Ball einfach per
Fuß über das Tribünendach in den Nachthimmel, und zwar bis zum Schlußpfiff, zu jagen. Das hätte ich sogar noch hinbekommen. Ganz ehrlich. Hat mir mein Lebensgefährte am Telefon auch bestätigt.
Eine absolute Lachnummer. Für wie blöd halten die Macher die Fans und Zuschauer?
Ich habe keine Ahnung von Fußball. Das gebe ich offen zu und kokettiere nicht einmal mit dieser Erkenntnis. Doch ist es üblich, daß ein Spieler beim Elfmeter anläuft wie eine Primaballerina beim
Ballettanzen. Kein Wunder, daß er in Barcelona vorbeigeschossen hat. 3. Spielminute? Was für ein theatralisches Handspiel!
Und noch etwas möchte ich anmerken. Vielleicht ist das noch niemandem aufgefallen, aber wenn die Mannschaften vor den großen Vereinsfahnen und der Champions-League-Flagge nebeneinander
Aufstellung bezogen haben, die Musik ertönt, dann denke ich unwillkürlich an die Gladiatorenkämpfe im alten Römischen Reich. Die wurden zur Unterhaltung für Senatoren und römisches Volk
abgehalten. Die Kämpfer hatten keine eigene Entscheidungsgewalt, sie mußten sich den Anweisungen fügen. Der Sieger eines Zweikampfes durfte nicht einmal seinen wehrlos oder kampfunfähig gemachten
Kontrahenten ohne vorherige Zustimmung töten. Ging der Daumen runter, dann war es um den Verlierer geschehen.
Eine vergleichbare Atmosphäre nahm ich vorgestern abend vor diesem Spiel wahr, erst recht in der dritten Spielminute. Der Ball durfte gar nicht reingehen, sondern nur die Spannung
steigern. Genauso verhält es sich mit dem 1:1-Ausgleichstreffer von Liverpools Hyppiä. Spannung und nicht sportlicher Vergleich ist das entscheidende Kriterium. Schade, daß ein solcher Sport
systematisch kaputtgemacht wird.
Künstlich erzeugte Spannung benötigt zudem ein Drehbuch. Wer dieses Drehbuch schreibt, das konnte mir mein Lebensgefährte am Telefon auch nicht beantworten.
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China habe ich noch nie in meinem Leben besucht. Das wird bis dahin wahrscheinlich auch noch etwas dauern. Daher sind mir Chinesen fremd. Von den paar Kontakten, die ich hier in Europa hatte und
an zwei Händen abzählen kann, läßt sich auch nicht viel ableiten außer positive und negative oder gar keine Erfahrungen. Dennoch ist mir China nicht unbekannt. Ich habe ein Bild von diesem Land.
Schließlich läßt sich darüber einiges in Erfahrung bringen, sei es durch Lesen, Hören oder Fernsehschauen.
Die Chinesen sind ein sehr altes Kulturvolk, dessen wechselvolle Geschichte bereits mehr als 5000 Jahre zurückreicht. Sie waren bereits Hochkultur, da existierten die Griechen in geschichtlich
relevanter Form noch gar nicht. Diese Zeitspanne hat sie viel Wissen, viele Erfahrungen und viele Weisheiten ansammeln und lehren lassen. Man denke nur an Konfuzius oder Laot-ses Lehren.
An TCM, Akupunktur und Tai-Chi. Über die Jahrtausende verinnerlichte und gelebte Traditionen. Welch' starkes Vermächtnis.
Umso krasser erscheint mir der Gegensatz zur Gegenwart. Maos Kulturrevolution in den 60er Jahren ließ das Land in Blut ertrinken. Panzer überrollten 1989 friedliche studentische
Demonstranten. Die Nationale Volksarmee schoß wahllos in die Menge und richtete damals im Herzen Pekings ein Blutbad an. Flüsse erstrahlen zuweilen in bunten Farben, weil Chemikalien durch Unfall
oder vorsätzlich eingeleitet wurden. Tibet wurde vor mehr als 50 Jahren annektiert und seither chinesisiert. Kohlegruben befinden sich in einem maroden Zustand und führen regelmäßig zu
fahrlässigen Bergwerksunfällen. Die "abtrünnige" Insel Taiwan wird immer wieder bedroht. Hinzu kommen tagtägliche Bespitzelungen, Repressionen, Willkürmaßnahmen, Provokationen und nicht zuletzt
rohe Gewalt gegen alle, die nicht auf Linie sind.
Warum wiederholt ein solch altes Volk die Fehler, die anderswo schon längst gemacht wurden und sich als unwirksam, geradezu kontraproduktiv erwiesen haben. Warum besinnen sich die Chinesen
nicht auf ihre positiven Traditionen? Mit 5000 Jahren Kulturgeschichte im Rücken sollten Fehler dieser Art vermeidbar sein, nicht wahr? Erhabenheit über die kleingeistigen Motive wären zudem
angebrachter. Oder ist dieses Vermächtnis gar nicht so stark wie ich glaube? Spielen fünf Jahrtausende keine Rolle bei der Beantwortung heutiger Fragen, bei der Entstehung von Motiven etc.
Und jetzt!?
Jetzt schickten die Chinesen bzw. ihre kommunistisch-sozialistisch-marktwirtschaftlich orientierte Regierung einen Frachter los, bis unter die Dachluken beladen mit Waffen und Munition,
adressiert an das totalitäre zimbabwsche Regime Robert Mugabes! Ich gebe zu: Ich verstehe es nicht. Es liegt wohl daran, daß ich nur ein paar Chinesen getroffen habe. In
Europa.
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Es ist gleißend hell. Die Sonne brennt. Der Schatten bietet nur wenig Abkühlung. Überdies sehen die drei Männer nichts als Sand. Sand soweit das Auge reicht. Den nicht allzu sehr Abkühlung
bringenden Schatten bietet das Flugzeug der drei Männer. Abgestürzt, muß festgestellt werden. Abgestürzt in einer Wüste, weitab von jeder menschlichen Besiedlung. Bei mehr als 40° C im Schatten.
Vor zwei Tagen abgestürzt. Das Wasser ist aufgebraucht. Die maßgeschneiderten Buisness-Anzüge der Herren sehen bereits arg ramponiert aus. Die Gesichtszüge von Hunt, Hänkel und Tumann sind
schlaff. Wenn nicht bald Hilfe eintrifft, dann werden in ein paar Tagen unweigerlich die Geier das zähe Fleisch bis auf die Knochen abreißen.
Plötzlich ist aus der Ferne ein Klingeln zu vernehmen, ein Klingeln wie von einem Eiswagen. Eiswagen? In der Wüste? Das kann nicht sein. Halluzinationen. Ganz gewiß! Aber das Klingeln wird
lauter. Jetzt sind auch die scharfen Umrisse eines ... Eis ..., in der Tat eines Eiswagens zu erkennen. Also doch keine Einbildung. In den drei Managern macht sich sowas wie Leben
breit. Aber zum Aufstehen sind sie zu schwach.
Jetzt kommt der Eiswagen vor ihnen zum Stehen. Der Eismann, oder ist es eine Eisfrau, fragt es mit freundlicher Stimme nach ihren Wünschen. Wasser! erschallt es wie aus einem Mund. Damit
könne es nicht dienen, aber es hätte Eis in allen Farben und Geschmacksrichtungen anzubieten. Die Herren wollen nicht. Sie schreien nochmals nach Wasser. Es hat kein Wasser zu verkaufen. Aber es
hat ein Herz. So holt es aus einer Kühltruhe eine halbvolle Wasserflasche und reicht sie den Herren. Dann fährt es ab.
Zwei Monate später steht Herr Hunt wieder auf einem Podest und hält vor hundert gleichgesinnten BWL-Rassisten eine Rede gegen die drohende Resozialisierung deutscher Wirtschaftspolitik. Applaus
brandet nach jeder Pause auf. Allerdings von Tumann und Hänkel hört und sieht niemand mehr etwas.
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Die Machwerker können es einfach nicht lassen. Sie müssen lügen. Immerzu lügen. Sogar bei Werbung in eigener Sache können sie es nicht lassen. Ist Ihnen im öffentlichen Straßenbild auch die
Werbekampagne aufgefallen? Da reicht eine nackte Eva einem nackten Adam den verführerischen roten Apfel, gepflückt vom Baum der Erkenntnis. Natürlich darf auf dem Bild die "böse, verführende"
Schlange nicht fehlen. NICHT ESSEN! steht in großen weißen Lettern darüber geschrieben. Ja, was will sie denn? So steht es doch in der Bibel. Nein, so steht es eben nicht in der Bibel. Aber wieso
denn das? Nun, schauen Sie mal genauer hin. Zwar bin ich weit davon entfernt, mich als bibelfest zu bezeichnen, aber seit wann steht in der Bibel, daß Eva den Apfel mit Feigenblatt vor ihrer
Scham pflückt? Sogar Adam trägt ein Feigenblatt vor seiner Scham. Dabei hat dieser noch nicht einmal den Apfel angefaßt. Sündenfall? Nein. Also, LÜGE, und Lügen (können) töten! Das haben die
Machwerker schon bewiesen: anno 68!
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