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Staaten sind auf Dauer unregierbar, wenn sie entweder mehr als zehntausend Einwohner zählen oder ihre Fläche größer ist als die des Großherzogtums Luxemburg. In beiden Fällen führen wachsende Anonymität und zuviele verschiedene, gegeneinander widerstrebende Einzelinteressen zu undurchsichtigen Entscheidungen, faulen Kompromissen, Ungerechtigkeiten und letztendlich zur Unvereinbarkeit eines harmonischen und allseits gedeihlichen Zusammenlebens. Eine derartige Entwicklung erleben wir verstärkt seit dem Niedergang der Sowjetunion zu Beginn der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts in Staaten wie der Tschechoslowakei, Jugoslawien, Kolumbien, Somalia, Mauretanien, Serbien, Kenia, Afghanistan, Nigeria, Elfenbeinküste, Tschad, Pakistan, Uganda, Spanien, Bolivien, Belgien, Italien ... (auch Bayern beginnt sich schon abzuseilen), und sie bedeutet hoffentlich noch nicht das Ende der Kleinteiligkeit. Ein friedfertiger Übergang wäre diesbezüglich allerdings mehr als wünschenswert.