Dienstag, 8. januar 2008

8

Staaten sind auf Dauer unregierbar, wenn sie entweder mehr als zehntausend Einwohner zählen oder ihre Fläche größer ist als die des Großherzogtums Luxemburg. In beiden Fällen führen wachsende Anonymität und zuviele verschiedene, gegeneinander widerstrebende Einzelinteressen zu undurchsichtigen Entscheidungen, faulen Kompromissen, Ungerechtigkeiten und letztendlich zur Unvereinbarkeit eines harmonischen und allseits gedeihlichen Zusammenlebens. Eine derartige Entwicklung erleben wir verstärkt seit dem Niedergang der Sowjetunion zu Beginn der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts in Staaten wie der Tschechoslowakei, Jugoslawien, Kolumbien, Somalia, Mauretanien, Serbien, Kenia, Afghanistan, Nigeria, Elfenbeinküste, Tschad, Pakistan, Uganda, Spanien, Bolivien, Belgien, Italien ... (auch Bayern beginnt sich schon abzuseilen), und sie bedeutet hoffentlich noch nicht das Ende der Kleinteiligkeit. Ein friedfertiger Übergang wäre diesbezüglich allerdings mehr als wünschenswert.

von ein Zaungast - veröffentlicht in: Prosatexte Sachthemen - Community: Visionen
Kommentar hinzufügen - Kommentare (2) - empfehlen
Zurück zur Hauptseite

Kommentare

Warum "hoffentlich noch nicht das Ende der Kleinteiligkeit"?
Kommentarnr 1 gepostet von Peer am 25.02.2008 à 11h37
... und Georgien, den Irak, China ... Überall Gewalt statt Einverständnis. Schade, aber auch dieser Denkansatz stößt auf meine Zustimmung. Klein, aber chic. Und nicht korrupt, machtversessen, expansiv, heuchlerisch.
Kommentarnr 2 gepostet von Ulrike am 25.04.2008 à 14h05

über diesen Blog

  • : 7.01.2008
  • : von Beate
  • : Dieser Blog enthält meine freigeistigen Meinungen zu allen gesellschaftlichen und poli-tischen Themenbereichen unserer Zeit.
  • Zurück zur Startseite

Profil

Blog erstellen

Links zu Blogverzeichnissen

free blog auf de.over-blog.com - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Missbrauch melden