Montag, 21. januar 2008

20

Der Kohlendioxidausstoß (CO2) muß verringert werden! Vom Nordpol bis zum Südpol ist diese Forderung zu hören, um den prognostizierten Klimawandel abschwächen zu können. Das Gezänke zwischen den einzelnen Industrienationen ist dabei allgegenwärtig. Die USA haben sich erst kürzlich unter großem Geschrei, aber mit Ausnahmeregelungen, in das internationale Vorhaben einbinden lassen. Viel Hoffnung läßt dies nicht zu. Die Wirtschaft braucht schließlich Energie, denn sie muß nach bisherigem Verständnis laufend wachsen. Damit wächst auch der Energieverbrauch. Alternative oder regenerative Energieversorgungen erscheinen vor diesem Hintergrund und auf lange Sicht eine kaum ausreichende Lösung zu sein, zumal auch sie die Natur und Umwelt schädigen (z.B. riesige Offshore-Windradparks, Solarenergieanlagen, Monokulturen von Biospritpflanzen). Ganz Schlaue aus Politik und steinzeitlichem Wirtschafts- und Wissenschaftsverständnis favorisieren daher wieder die Nukleartechnik, denn sie sei schließlich klimaneutral (!). Großbritannien hat erst kürzlich wieder einen Schritt auf die Atomwirtschaft zugemacht. In Deutschland scheint der Ausstieg aus der Atomenergieversorgung mittlerweile fraglich. Weltweit nimmt die Zahl von Atomreaktoren stetig zu. Dabei sind alle Risiken hinlänglich bekannt.

Statt alte Fehler zu wiederholen, ist Umdenken angesagt! Aber wie? Nun, manche müssen für das Umdenken sprichwörtlich an die Hand genommen werden. Wir sollten also die Autoindustrie in die Pflicht nehmen und darauf hinweisen, daß ihre Spritschleudern nicht mehr zeitgemäß sind. Wenn weniger "alttechnische" Fahrzeuge verkauft werden, dann werden die Manager zwangsläufig umdenken müssen. Allerdings ist das nur die eine Hälfte der Wahrheit, denn selbst wenn ein "neutechnisches" Auto nur einen (!) Liter Sprit pro 100 Kilometer verbrauchte, wäre der Ausstoß von CO2 gleichgroß, sobald die Absatzzahlen verkaufter Neuwagen verfünffacht wären. Also, nur eine Frage der Zeit! Ergo, keine langfristige Lösung. Doch in diesem Denkansatz steckt durchaus ein gangbarer Lösungsweg. Besinnen wir uns allmählich wieder auf uns selbst. Statt also die Brotmaschine oder den Mixer in der Küche zu bedienen, nehmen wir stattdessen ein Messer oder eine Handpresse zur Hand. Und das drei Mal am Tag. 3 x Strom gespart mal 10 Mio Haushalte = 30 Millionen mal Strom gespart. Statt den Akkuschrauber oder die Bohrmaschine zu benutzen, greifen wir zum Schraubenzieher oder Handbohrer. Geht genauso gut. Strom eingespart. Ohren geschont. Standby-Geräte komplett ausgeschaltet. Strom gespart, die Masse machts. Warum noch einen Staubsauger und Rasenmäher benutzen? Die Alternativen liegen uns doch auf der Hand. Und erst diese dröhnenden, stinkenden Laubsauger. Wenn wir allein diese Einsparungsmöglichkeiten beherzigen, bringt das mehr als jede Schönwetterrede oder eine 5-Minuten-Licht-Aus-Aktion. Das Einsparungspotential ist damit übrigens nicht ausgeschöpft.

von Beate - veröffentlicht in: Prosatexte Sachthemen - Community: Visionen
Kommentar hinzufügen - Kommentare () - empfehlen
Zurück zur Hauptseite

über diesen Blog

  • : 7.01.2008
  • : von Beate
  • : Dieser Blog enthält meine freigeistigen Meinungen zu allen gesellschaftlichen und poli-tischen Themenbereichen unserer Zeit.
  • Zurück zur Startseite

Profil

Blog erstellen

Links zu Blogverzeichnissen

Erstellen Sie einen Blog auf de.over-blog.com - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Missbrauch melden