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Dieses häufig zitierte Sprichwort beschreibt kurz und prägnant das Verständnis unserer menschlichen Welt. Jedenfalls höre ich
diesen Ausspruch stets im Zusammenhang mit Ereignissen, die eine große politische oder wirtschaftliche Bedeutung besitzen. Aber regiert Geld wirklich die Welt? Ist es nicht eher ein
Ersatzmittel, quasi eine Droge gegen die Ängste dieser Welt? Wer schließlich ausreichend Geld besitzt, muß keine Angst haben vor Krankheiten. Denn er kann sich einen (guten) Arzt und bei
Bedarf hochwertige Behandlungsmethoden leisten. Einsamkeit im Alter? Keine Freunde? Kein Problem. Ein fahrbarer Untersatz, falls erwünscht, steht bereit. Der Tisch ist stets reichlich
gedeckt, die Bude bleibt warm (mag vielleicht auch der Golfstrom abgesunken sein) ... der Urlaub ist auf Jahre hinaus gesichert. Wo liegt also das Problem?
Wie bitte? Sie haben heute schon nicht mehr genug Geld, um die GEZ zu bezahlen. Dann sind ihre Ängste absolut verständlich: Obendrein (fast) arbeitslos, eine unbezahlbar gewordene Wohnung,
vergiftete LIDL-Nahrung, die Scheidung steht bevor. Alles Lebensnotwendige droht Ihnen im wahrsten Sinne des Wortes wie Sand zwischen den Fingern zu rieseln. Sie finden kaum noch Schlaf,
Albträume begleiten sie. Sie befinden sich in einer unheimlichen Zwickmühle.
Der Wert des Geldes hängt bekanntlich vom Vertrauen der Leute ab. Falls dieses Vetrauen schwindet oder gar erlischt, besitzt Geld lediglich nur noch
den Wert seines Materials. Selbst eine 1-Cent-Münze ist dann mehr wert als die heutige 200 Euro-Banknote. Kurios? Gar nicht. In Rumänien beispielsweise galten unter Ceaucescu für eine gewisse
Zeit (westliche) Zigarettenpackungen mehr als die Landeswährung Leu. Warum sollte das nicht auch in einem größeren Maßstab, z.B. mit MegaBioMöhren (!) oder Quellwasser möglich sein.
Schließlich sind es die Ängste, nicht das Geld, die die Welt regieren. Die Lösung für manche Probleme liegt daher sehr nah. Es braucht aber ein wenig Kreativität.
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