Samstag, 26. januar 2008

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Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900), ein vermutlich großer wie auch stark umstrittener deutscher Dichter, Philosoph und Philologe, postulierte diese Aussage vor mehr als hundert Jahren. Er meinte damit, daß Gott tot sei, weil er und alle anderen Mitmenschen ihn getötet hätten, indem sie die christliche Morallehre nicht mehr geachtet hätten. Was die Morallehre betrifft, da hatte er wohl recht. Denn im 19. Jahrhundert zeigte sich das Großbürgertum beinahe zügellos. Aber letztendlich hatte er Unrecht. Weil. Gott hat nie gelebt. Zumindest nicht der Gott, den die Religion für die Gläubigen bereithält. Sowohl der christliche wie auch der islamische und jüdische Gott ist eine Erfindung von Menschen, die Macht nicht mehr teilen wollten. Ein Grund für den Ein-Gott-Glauben (= Monotheismus). Um diesen einen Gott haben die Manifestierer eine Religion gebastelt, die bereits mehr als zweitausend Jahre lang in die Menschheitsgeschichte hineinwirkt. Mit allen ihren Nachteilen!

Gott hat nie gelebt! Das dachte ich bereits in der 6. Schulklasse, als im Religionsunterricht zum wievielten Male die Frage nach ... aufgeworfen wurde. Und "Religion ist Opium für das Volk", begegnete mir zum ersten Mal in der Auseinandersetzung mit den Werken von Berthold Brecht. Das war damals. Heute gehe ich noch weiter.

Gott hat nicht nur nicht gelebt; nein, er wurde und wird in Form einer monotheistischen Religion auch als Krücke mißbraucht. Stütz' Dich auf diese Krücke, dann wird dir geholfen! So ein Schwachsinn. Ob geistig oder gefühlsmäßig wahrgenommen, spielt dabei keine Rolle. Es bleibt in meinen Augen wie in meinem Herzen wohlgezielter Schwachsinn.

Götter dagegen gibt es dagegen sehr. Aus diesem Grunde waren mir die im Deutschunterricht die alten Griechen mit ihren mystischen Götterwesen einerseits sympathischer, andererseits glaubwürdiger. Das läßt sich durchaus auf den Hinduismus, doch in erster Linie auf die Naturreligionen ausdehnen. Die Vielfalt innerhalb dieser religiösen polytheistischen Weltanschauung bietet eine deutlich größere seelische und moralische Heimat.

Aber vielleicht ist es letztendlich besser, eher an einen Gott als an Götter zu glauben, bevor man an gar nichts glaubt. Ob metaphysisch oder elementarphysisch. Von denen, die an gar nichts glauben, gibt es wahrscheinlich schon sehr viele.

von ein Zaungast veröffentlicht in: Prosatexte Sachthemen Community: Kultur-Schock
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Kommentare

So wie uns die Kirche Gott vermittelt ist es die größte Lüge der Weltgeschichte.Denn es ist einschlägig in Büchern belegt (zb. Das Maria Evangelium erschienen im Kopp Verlag),das Jesus von Nazahret ein sehr spiritueller Mensch war mit dem einen Unterschied das er in seiner Zeit wie auch immer wahre Wunder bewirkt hat.Er war auch ein Liebender Mensch nicht so wie se uns gelehrt wird.Auch Leonardo Dvinci hat das eindrucksvoll in seinem Bild das Letzte Abendmahl dargestellt,wo zu rechten von Jesus Maria sitzt.Wenn man es genau nimmt und die Geschichte der Kirche genauer betrachtet,finden sich immer wieder Greultaten.Wie zum beispiel die Kreuzzüge,die Hexenverbrennungen,die Abgaben der Bauern auch an die Kirche,und vieles mehr.Hätte die Kirche die Lehren von Jesus so weitergegeben,wie er sie gelehrt hat und nicht für ihre Zwecke verfälscht,so bin ich sicher das für uns das Verständnis für Gott ein anderes wäre.
Kommentarnr 1 gepostet von Martin bstieler am 26.01.2008 à 17h00

Hallo Martin, mit Ihrer Schlußfolgerung mögen Sie vielleicht richtig liegen. Es wäre wünschenswert. Ich dagegen glaube, daß Monotheismus per se keinen liebenden Gott zuläßt. Denn Monotheismus bedeutet Folgen oder Verfolgt werden! Das Kreuzzüge, Hexenverbrennungen etc. stattgefunden haben, ist absolut bedauerlich und verurteilungswürdig. Aber sie sind meiner Meinung nach zugleich der menschliche Ausdruck sowohl monotheistischen Glaubens als auch gewöhnlichen Herrschaftsdenkens.

Antwort von ein Zaungast am 5.02.2008 à 12h52
Hallo Beate,

danke erstmal für deinen Kommentar zum "Zwischenmenschlichen".

Zu Deinem Artikel: Ich stimme Dir vollkommen zu in deiner kritischen Haltung gegen von Menschen konstruierten Glaubenssystemen.... und ich stimme Dir auch vollkommen zu, indem ich sage es gibt eine Existenz von etwas "Namenlosem" (Energie, Licht, Schöpfungskraft, Namen und Sprache ist ja auch menschlich konstruiert und daher immer eng!), das jenseits aller Modelle, Systeme ist. Es ist einfach da, glaube ich, und es ist total egal, was wir Menschen darüber sagen oder denken oder ob wir dem in unserem Leben Raum geben wollen, es wirkt trotzdem. :-)

Herzliche Grüße Anke
Kommentarnr 2 gepostet von Anke am 6.02.2008 à 14h24
Hallo Anke! Danke Dir für die nochmalige Kommentierung. Als Antwort reicht ein Wort aus zwei Buchstaben: Ja!
Nette Grüße von Beate
Antwort von ein Zaungast am 6.02.2008 à 15h22
2. Fragen: Das es "Die Kirche" spätesten seit 1057 nur noch in einem sehr differenzierten Erscheinungsbild gibt ist dir hoffentlich bekannt?
Wo kommt das Leben her?
Kommentarnr 3 gepostet von Basti am 17.04.2008 à 17h48

Dennoch dient der christlichen Kirche die Bibel als Argumentationsbasis. Woher das Leben kommt. Das weiß ich nicht. Wahrscheinlich aus einer befruchteten Eizelle. Aber gewiss nicht durch einen
von Menschen erdachten monotheistischen Gott. 


Antwort von ein Zaungast am 19.04.2008 à 15h39

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  • : 7.01.2008
  • : von Beate
  • : Dieser Blog enthält meine freigeistigen Meinungen zu allen gesellschaftlichen und poli-tischen Themenbereichen unserer Zeit.
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